24.10.2016

JULIA BATZDORF ERHIELT DEN [ID]FACTORY PREIS 2016

mit ihrer Arbeit „GLEAM“, die wissenschaftliches Know-How, künstlerisches Denken und handwerkliche Überzeugungskraft spielend vereinte, überreicht durch die Rektorin der Technischen Universität Dortmund, Prof. Dr. Ursula Gather.

Jedes erfolgreiche Unternehmen stellt sich tagtäglich neuen Herausforderungen. Leidenschaft, Engagement, Vision, Innovationspotential und Kreativität sind Teil jeder Unternehmens- und Forschungskultur. Innovative Ideen fallen jedoch nicht wie Manna vom Himmel, sondern sind Ergebnisse komplexer non-linearer Entwicklungsprozesse. An diesem Punkt setzt der IDfactory-Pool an. Transdisziplinäre Zusammenarbeiten zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst führen zu erstaunlichen Ergebnissen, was die Arbeit der diesjährigen Preisträgerin Julia Batzdorf eindrucksvoll verdeutlicht.

An der TU Dortmund ist mit der [ID]factory/Zentrum für Kunsttransfer 2007 ein neues Modell für eine lustvolle Synergie zwischen Unternehmen/Institutionen und künstlerischer Kompetenz entstanden. Unter dem Motto "Hier bekommen Sie vielleicht das, was Sie wollen, mit Sicherheit aber mehr...!" hat der interdisziplinäre [ID]factory-Pool diverser Disziplinen bereits renommierte Unternehmen (Greenpeace, Credit Suisse, Bilfinger u.a.) überzeugt. Für Studierende bietet sich die seltene Gelegenheit, im Cross Over einen neu konstruierten Entwicklungsraum für Ideen kennen zu lernen, transdisziplinär wegzudenken und forschend zu experimentieren. Ausgangspunkt ist immer eine Forschungsfrage, die ein Unternehmen stellt und die non-linear beantwortet wird. Fragesteller war dieses Jahr das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften ISAS mit der Frage: „Was ist eine Oberfläche?“

Hauptpreisträgerin des diesjährigen [ID]factory-Preises ist die Kandidatin Julia Batzdorf mit ihrer Arbeit „Gleam“.

Einstimmig und zweifelsfrei kam die Jury zu dem Ergebnis, dass die Arbeit überragend ist in der intelligenten Verbindung von künstlerischer Forschung, Ausdrucksstärke und Authentizität. Julia Batzdorf erzeugt eine Oberfläche, die sich erst durch Bewegung und Geschwindigkeit zu einer solchen konstituiert. Sichtbare Motoren lassen grellgrüne Schläuche um ihre eigene Achse rotieren und erschaffen damit eine kaum sichtbare Oberfläche, die aus Fliehkraft und Geschwindigkeit resultiert. Damit weist Batzdorf auf verblüffende Weise auf die Konsistenz aller physikalischen Oberflächen hin, die bekanntlich aus Atomen, Elektronen und Geschwindigkeit bestehen, ohne illustrativ oder plakativ zu werden. Wir sind alle in Bewegung in mehrfacher Hinsicht, die Oberfläche ist letztlich Illusion. Das Werk „Gleam“ verbindet wissenschaftliches Know-How mit künstlerischer Präsenz und einer bemerkenswert konsequenten und unverwechselbaren Position.

Das Team der [ID]factory mit Prof. Ursula Bertram und Mitbegründer Dr. Werner Preißing gratulierten der Preisträgerin, die gerade für ein Projekt des Kunsttransfers ([ID]factory Mobil in Kooperation mit TILLT) nach Schweden angefordert wurde. In der Jury waren zudem Wirtschaftswissenschaftler Dr. André Jungen, Innovationsmanager Eckhard Gransow und Künstlerin Brigitte Hitschler.