15.07.2013

[ID]FACTORY-PREIS VON BILFINGER SE UND SACHSENFONDS FÜR JUDITH KLEIN

1. Preis Judith Klein, Foto: Mark Wohlrab
1. Preis Judith Klein, Foto: Mark Wohlrab

[ID]factory der Technischen Universität Dortmund verleiht Preis für die künstlerische Gestaltung eines Gebäudes

+++ Kunst am Bau – mit diesem Thema haben sich Studierende der [ID]factory im Sommer 2013 beschäftigt. Diesjährige Kooperationspartner waren die Unternehmern Bilfinger SE und SachsenFonds. Die Preisträgerin Judith Klein überzeugte die Jury mit ihrer künstlerischen Idee zur Gestaltung der Hauptverwaltung der Bilfinger Power Systems GmbH in Oberhausen. Den 2. Preis erhielt Donja Nasseri, der 3. Preis ging an Christine Böse. Ein Sonderpeis wurde verliehen an Claudia Schluckebier. Die Ergebnisse des Seminars waren vom 10. bis zum 12. Juli in einer Ausstellung in der [ID]factory zu sehen.

„Kunst am Bau-Projekte sind anspruchsvoll. Sie haben zweifelsohne mit einer überzeugenden Idee und mit ihrer hervorragenden Präsentation zu tun. Vor allem aber verantworten die Künstlerinnen und Künstler die Einhaltung von Kosten und Terminen, eine gefahrfreie Statik, die Materialbeständigkeit und das Know-how um Konstruktion und Verankerungen. Unsere Studierenden sollten sich diesen Herausforderungen stellen und sie haben dafür kreative Lösungen gefunden“, mit diesen Worten eröffnete Prof. Jan Kolata, Leiter des Instituts für Kunst und Materielle Kultur an der TU Dortmund, die Ausstellung studentischer Arbeiten in der [ID]factory.

Wie wichtig die nunmehr 10Jährige Zusammenarbeit mit Unternehmen ist, betonten anschließend auch Prof. Ursula Bertram, Leiterin der [ID]factory, und Prof. Dr.-Ing. Werner Preißing, Gründer des Büros für Innovationsforschung in Mainz, in zwei kurzen Vorträgen: „Der aktuelle Wettbewerb verlangt neben einem guten Entwurf vor allem Präzision, Eigeninitiative, Organisationsfähigkeit, Kommunikations- und Verhandlungsgeschick, Verantwortung und absolutes Durchhaltevermögen für ergebnisorientiertes Arbeiten und eine gewisse Risikobereitschaft“, zählte Prof. Ursula Bertram auf.

Am meisten überzeugt hat die Jury der Entwurf von Judith Klein durch die klare und sensible Realisation von einem Gedanken, der sowohl die Wirtschaft, als auch die Naturwissenschaften, als auch die Geistesswissenschaften betrifft: Die Dualität von Welle und Materie, von Physik und Philosophie, dargestellt durch einen Siebdruck auf einer großen Glasfläche in Digitaldruck.Donja Nasseris 2. Preis überzeugt durch natürlich-schlichte Formen: reduzierte Eichenblätter in Schichten ragen aus der Wand wie Baumpilze. Mit einer im Raum schwebenden Installation, genannt „Wolke“, hat die Künstlerin Christine Böse die Jury beeindruckt. Beim Durchschreiten des Raumes zeigt die Arbeit immer wieder neue Seiten, Licht und Schatten tragen zur Wirkung bei. Poetisch ist die Anmutung, deshalb verwundert es auch nicht, dass sich Christine Böse von Ringelnatz hat inspirieren lassen: „Den Umfang einer Wolke misst kein Mensch, weil sie nicht rastet noch ihre Freiheit je vergisst.“ Ein Sonderpreis wurde an Claudia Schluckebier verliehen. Sie entwirft grafische Baumringe für Wand oder Boden, im Raum schweben große Blattformationen aus Glasguß, die an die Nachhaltigkeitsaspekte von Energiegewinnung erinnern.

Zur Jury zählten Prof. Ursula Bertram, TU Dortmund/[ID]factory, Dr.-Ing. Werner Preißing, BfI Büro für Innovationsforschung Mainz, Dr. Rosemarie Pahlke, Kunstreferentin der Stadt Dortmund, Prof. Dr. Gerhard Kilger, ehem. Leiter der DASA Arbeitswelt Ausstellung und Beiratsvorsitzender der [ID]factory, Dr. Jochen Keysberg , Mitglied des Vorstands Bilfinger SE, Ulrich Bollwerk, Geschäftsführer Projektgesellschaft Bilfinger Power Office GmbH, Alexander Neubauer, Geschäftsführung Bilfinger Power Systems, Jürgen Göbel, Vorsitzender der Geschäftsführung SachsenFonds sowie Claudia Wießner, Projektleiterin, Bilfinger Hochbau GmbH.

Überreicht wurden die Preise von Dr. Jochen Keysberg, Jürgen Göbel und Alexander Neubauer als Vertreter der diesjährigen Kooperationspartner.

Wir freuen uns, dazu in diesem Jahr die Bilfinger Corporate Real Estate Management GmbH als Partner und Sponsor gewonnen zu haben, die innerhalb des Konzerns Bilfinger SE für das Management von Unternehmensimmobilien verantwortlich sind.Bilfinger ist ein international führender Engineering- und Servicekonzern. Mit umfassendem technologischem Know-how und der Erfahrung von 70.000 Mitarbeitern bietet das Unternehmen maßgeschneiderte Services für Industrieanlagen, Kraftwerke, Immobilien und Infrastruktur.Als Co-Sponsor engagiert sich die SachsenFonds Gruppe, die als weltweit tätiger, bankenunabhängiger Fonds und Asset Manager, nachhaltige Investitionen an Sachwerten, wie zum Beispiel modernen Immobilien und Erneuerbare Energieanlagen ermöglicht.

Hintergrund zur [ID]factory und zum factory-Preis

Die [ID]factory ist ein Projekt des Zentrums für Kunsttransfer an der TU Dortmund. Es erforscht, inwieweit künstlerisches Denken und Handeln für wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung und wirtschaftliche Entwicklung einsetzbar sind. Das Forschungslabor geht der Frage nach, wie Innovation funktioniert und entwickelt Methoden, um kreative Denkprozesse auch auf außerkünstlerische Bereiche wie die Wirtschaftswelt zu übertragen. Der factory-Preis wurde bereits zum 10. Mal in Kooperation mit einem Unternehmen für die beste Arbeit eines interdisziplinären Teams übergeben. Die Preisträgerinnen und Preisträger kamen bisher aus den Fächern Kunst, Maschinenbau, Kulturwissenschaften, Raumplanung, Journalistik oder Anglistik.

Fotos: Mark Wohlrab und Roland Baege

1. Preis: Judith Klein
1. Preis: Judith Klein
2. Preis: Donja Nasseri
2. Preis: Donja Nasseri
2. Preis Donja Nasseri, Raumansicht
2. Preis Donja Nasseri, Raumansicht
3. Preis Christine Böse
3. Preis Christine Böse
1. Preis Judith Klein, Raumansicht
1. Preis Judith Klein, Raumansicht
3. Preis Christine Böse, Raumansicht
3. Preis Christine Böse, Raumansicht
Sonderpreis Claudia Schluckebier
Sonderpreis Claudia Schluckebier
Jurierung
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Preisverleihung
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Preisträger und Jury
Preisträger und Jury
Jury
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Prof. Ursula Bertram, Dr.-Ing Werner Preißing, [ID]factory u. BfI
Prof. Ursula Bertram, Dr.-Ing Werner Preißing, [ID]factory u. BfI
Dr. Jochen Keysberg, Bilfinger SE
Dr. Jochen Keysberg, Bilfinger SE
Jürgen Göbel, SachsenFonds
Jürgen Göbel, SachsenFonds
Prof. Jan Kolata, TU Dortmund, Inst. für Kunst u. Materielle Kultur
Prof. Jan Kolata, TU Dortmund, Inst. für Kunst u. Materielle Kultur
Preisverleihung
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Jurierung: Claudia Wießner, Bilfinger Hochbau
Jurierung: Claudia Wießner, Bilfinger Hochbau
Jurierung
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