"KUNST FÖRDERT WISSENSCHAFT": QUANTENTHEORIE, JAZZ UND THEATRALE UMWEGE

Foto: Andreas Wahlbrink
Foto: Andreas Wahlbrink

Liebe Freunde, Mitstreiter und Querdenker,

die unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema, die hier aufeinander treffen, sind zweifelsohne atemberaubend. Im Ergebnis erscheinen non-lineare Zugangsweisen und Denkformen als ein Potential, dessen interdisziplinäre Bedeutung bisher nur ungenügende Beachtung fand.

Wussten Sie, dass die Quantentheorie mit den erweiterten Erkenntnissen der Physik, durch einen der renommiertesten Physiker Prof. Dr. Dürr vorgetragen, zu den gleichen Einsichten kommt, die heute offenbar auch für finanzwirtschaftliche Methoden und Theorien gelten, und dies ausgerechnet über eine künstlerische Forschung von Gerald Nestler besonders klar wird?
Können Sie sich vorstellen, dass gerade im Jazz -gespielt von einem der anerkanntesten Musiker seiner Zeit, Christoph Dell- sich ein Muster befindet, das vielleicht überhaupt die einzig erfolgreiche Organisationsform für Unternehmen und Institutionen darstellt, extrahiert vom Bildungswissenschaftler Wolfgang Stark?
Möchten Sie wissen, warum Arbeitssoziologen wie Fritz Böhle künstlerisch denken und damit großen Erfolg haben? Interessiert es Sie, warum die Dokumenta 13 in diesem Jahr erstmals wissenschaftliche Labore in ihren Kunstpalast geholt hat und wie Ergebnisse von Experten und unserem Nachwuchs aussehen, die in beiden Welten zuhause sind?
Kennen Sie Umwege, die besonders effizient und kostensparend sind, wie die Interventionen von Bernd Ruping und Eva Renvert für Unternehmen, nach denen Mitarbeiter süchtig werden können? Oder würden Sie lieber in eine Veranstaltung gehen, die schon im Ansatz die Denkformel von Kunst und Wissenschaft ad absurdum führt, weil sie ineinander aufgehen in den Aufführungen von Julian Klein und ganz besonders im renommierten Umschlagplatz für anderes Denken, der „Denkerei“ in Berlin, in der ein Kopf wirkt, der in beiden Welten zuhause ist: Bazon Brock.

Wir freuen uns, dass Sie mitdenken wollen, wenn ein Museum, ein Büro für Innovationsforschung, eine Universität und eine Forschergruppe eine temporäre Fabrik aufmachen, in der stellvertretend für einen Tag ständig um die Ecke und in die Zukunft gedacht wird. Wir sind diesmal annähernd ausgebucht, aber es sind weitere temporäre Denkfabriken geplant mit Dokumentaleiterinnen Carolyn Barkargiev und Chus Martinez und anderen im stationären Experimentallabor der IDfactory an der TU Dortmund.
"Wir müssen unser Denken erweitern und unser jetziges Verhalten grundlegend korrigieren, (...) verengte und mechanistische Strategiemuster, Reduktionen, Mittelwertsbildungen fallen lassen und sie ersetzen durch Beweglichkeit, Offenheit und Empathie, um neue offen gestaltbare Schöpfungs- und Handlungsräume zu ermöglichen. Hierbei können gerade die revolutionär erweiterten Einsichten der neuen Physik einen hilfreichen Einstieg bieten."[1] (Hans Peter Dürr)

Wir halten Kaffee, Imbiss und Mittagessen für Sie bereit, damit es Ihnen bis zum legendären „non-linearen Koffer“ um 18.00 Uhr nicht nur geistig, sondern auch körperlich gut geht.

Herzliche Grüße
Ursula Bertram

[1] aus einem Vortrag, den Hans-Peter Dürr am 11. März 2005 am Goethe-Institut München über „Das moderne holistische naturwissenschaftliche Weltbild und seine Konsequenzen für unser Denken und Handeln“