PRESSEMITTEILUNG

19.11.2012

Das Potenzial des non-linearen Denkens ausloten

[ID]factory an der TU Dortmund lud zum interdisziplinären Symposium „Kunst fördert Wissenschaft“

Phasen des Ausprobierens und des unbegrenzten Bewegens in offenen Systemen sind Grundvoraussetzungen künstlerischer Arbeit. Sind ähnliche Vorgehensweisen auch in der Wissenschaft zu finden? Muss non-lineares Denken als innovativer Partner der wissenschaftlichen Forschung gedacht werden? Inwiefern ist ein educational turn als Impuls für kreative Wissenschaften in der Bildung und Ausbildung notwendig? Diesen Fragen ging das interdisziplinäre Symposium „Kunst fördert Wissenschaft“ nach, das am Montag (19. November) in der DASA stattfand. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Zentrum für Kunsttransfer/der [ID]factory an der TU Dortmund in Kooperation mit der DASA Arbeitswelt Ausstellung, dem Büro für Innovationsforschung Mainz und IFANresearch.

„Non-lineares Denken als innovative Verunsicherung für die Wissenschaft“ –unter dieser Perspektive brachten die Verantwortlichen der [ID]factory renommierte Expertinnen und Experten aus Kunst und Wissenschaft zusammen. Im Rahmen zahlreicher Vorträge konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, welche Rolle non-lineares Denken in unterschiedlichen Disziplinen wie beispielsweise der Physik, der Arbeitssoziologie, der Musik oder der Theaterpädagogik spielt. Als besondere Referenten konnte Prof. Ursula Bertram, Leiterin der [ID]factory an der TU Dortmund, Künstler und Kunsttheoretiker Prof. Dr. Bazon Brock begrüßen.

Brock, der einer der führenden Denker Deutschlands und Gründer der Denkerei sowie des „Amts für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand“ in Berlin ist, demonstrierte in seinem Vortrag, dass eine klare Trennung zwischen der Wissenschaft und der Kunst nicht möglich sei: Er führte aus, dass Wissenschaftler auf die gleiche Weise kreativ sein müssen wie Künstler. Im Gegenzug müssten Künstler so begründungsfähig sein wie Wissenschaftler.

Im weiteren Verlauf des Symposiums wurde auch aufgezeigt, dass sich in den Klängen des Jazz ein Muster befindet, das auch bei der erfolgreichen Organisation von Unternehmen hilfreich sein kann. Außerdem wurden Parallelen zwischen Arbeitssoziologie und Kunst sowie Mitarbeiterführung und Theaterpädagogik sichtbar gemacht. Neben den Vorträgen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einem Kunst- und Wissenschafts-Slam lauschen oder ein Kunst- und Wissenschaftslabor erkunden. „Die Veranstaltung hat das Ziel, das Potenzial non-linearer Zugangsweisen und Denkformen für Kunst und Wissenschaft aufzuzeigen. Die Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Bereichen verdeutlichten, wie groß die interdisziplinäre Bedeutung des Loslassens bewährter Muster ist“, fasst Prof. Ursula Bertram von der [ID]factory an der TU Dortmund zusammen.

Die [ID]factory ist ein Lehr- und Forschungsprojekt der TU Dortmund. Studierende verschiedener Fachrichtungen beschreiten darin neue Wege im Transfer künstlerischen Denkens in außerkünstlerische Felder. Die [ID]factory gehört zu den Preisträgern im bundesweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ und wurde als „innovativer Ort“ ausgezeichnet.

Weitere Informationen:

www.id-factory.de

Kontakt:

Prof. Ursula Bertram
Institut für Kunst und Materielle Kultur/[ID]factory
Telefon: (0231) 755 – 4102
E-Mail: ursula.bertram@tu-dortmund.de

Medieninformation_Symposium 19_11.pdf (47,46 kB)